Die Krautinsel - kleinste Insel im Chiemsee

Die Krautinsel liegt zwischen Frauenchiemsee (Fraueninsel) und Herrenchiemsee (Herreninsel) und ist die kleinste der drei Chiemseeinseln. Sie besitzt lediglich eine Fläche von 3,5 Hektar und ist völlig unbewohnt. Gewöhnliche Touristen und Besucher des Chiemsees erreichen normaler diese Insel nicht, da kein Linienschiff die Insel ansteuert. Unter den Einheimischen, Seglern, Tretboot-, Ruderboot- und Schlauchbootfahrern ist jedoch die kleine Insel im Chiemsee ein Geheimtipp und eine Ruheoase fernab der im Sommer redlich besuchten Haupinseln.

Im Mittelalter wurde die Insel von den Nonnen des Benediktinerinnenklosters Frauenwörth (Frauenchiemsee) zum Anbau von Gemüse und Kräuter genutzt. Vermutlich leitete sich hieraus der heutige Name Krautinsel ab. Heute nutzen ortsansässige Bauern die Insel im Sommer als Weide für Ihr Vieh. Im Herbst wird das Vieh wieder mit Schiffen auf die Bauernhöfe verschifft.

Südlich der Krausinsel befinden sich nochmals zwei weitere kleine Inseln, die nur wenige Meter Länge umfassen, so dass lediglich nur Platz für einen Baum darauf ist. Verbunden sind die beiden Inselchen über eine Kiesbank. Entgegen der Krausinsel, die zum Landkreis Rosenheim gehören, gehören die beiden Ausläufer zum Landkreis Traunstein.

Bilder

Krautinsel

Krautinsel - die kleinste Insel im Chiemsee

Legende

Einer Sage sollen sich auf der Krautinsel die Mönche des Klosters der Herreninsel Herrenwörth und die Nonnen der Fraueninsel Frauenwörth auf der Insel zum "Stell dich ein" getroffen haben. Als Strafe über diese Sünde wurde die Insel unfruchtbar und nur mit Bäumen und Gestrüpp gesegnet. Die unzüchtigen Nonnen und Mönche wurden auf Ewigkeit auf den Grund des Chiemsees verbannt. Noch heute sagt man wenn der Chiemsee stärkere Wellen schlägt, dass die verbannten Nonnen und Mönche Ihr Unwesen wieder treiben.

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